Archiv der Kategorie: Technik

Die Fußbodenheizung wird verlegt

die Rohre der Fußbodenheizung werden verlegt.

Die einzelnen Rohre haben einen Abstand von 12cm zueinander und sind schneckenförmig verlegt was eine gleichmäßige Verteilung der Wärme über den gesamten Bereich ergibt. Mit 12cm ist der Abstand der Rohre zueinander relativ eng. Der Vorteil ist das man die Vorlauftemperatur niedriger halten kann und somit auch Wärmeerzeuger verwenden kann die effizienter bei niedrigen Temperaturen Arbeiten (Wärmepumpe). Allerdings ist meiner Meinung nach die Zeit für Wärmepumpen noch nicht reif da Sie im Moment noch viel zu teuer sind um Wirtschaftlich wirklich eine alternative darzustellen. Das selbe gilt für den Wahnsinn der Wärmedämmung der heute Betrieben wird. Wirtschaftlich völlig daneben aber eben gut für die Dämmungsindustrie. Perfekte Lobbyarbeit ….

Wohnzimmer – 5 Kreise

Verteiler Wohnzimmer mit Rohrlängen

Schlafzimmer – 3 Kreise

Verteiler Schlafzimmer mit Rohrlängen

Die Unterputzdosen

nachdem ich nun schon mehrfach darauf angesprochen wurde warum ich den Hohlwanddosen verwende möchte ich das klarstellen.

Die Dosen haben zwar die gleiche Farbe wie Hohlwanddosen sind aber keine !!

Bei Hohlwanddosen ist der obere Berreich mit einer Wulst versehen die verhindert das die Dose, wenn man Sie in die Wand einbaut, nicht in der Wand verschwindet wenn man die Befestigungsschrauben anzieht.

Leider habe ich aktuell keine Hohlwanddose griffberreit sonst würde ich hier noch ein Bild einstellen.

Das Material der von mir verwendeten Dosen ist deutlich dicker und stabiler als bei den normalen Unterputzdosen aber es sind Unterputzdosen und keine Hohlwanddosen.

Hier nochmal ein Bild, die die Dosen im nicht verbauten Zustand zeigen.

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Kabel in schlitze stecken

So aktuell bohre ich Dosen und Fräse schlitze für die Elektroinstallation.

Nachdem ich mir das dritte mal, beim versuch mit Stahlstiften die Leitungen im Kalksandstein zu fixieren, auf die Finger geklopft habe musste eine andere Lösung her. Nach etwas rumprobieren bin ich auf eine wirklich simple Idee gekommen. Ich nehme einfach Kabelbinder dafür sind sie ja schließlich da 🙂

Naja nicht so wie man Sie üblicherweise einsetzt sondern kreativ und hier das Bild dazu

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Und weil mich das Fummeln in den normalen runden Unterputzdosen beim Brücken für die Steckdosen aufgeregt hat habe ich mich nach alternativen umgeschaut und bin auch fündig geworden.

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Wo Licht ist ist natürlich auch Schatten der Nachteil der Dosen ist das man die Stege, die die Bohrkrone stehen läßt, wegklopfen muss. Ich dachte erst das wäre ziemlicher Aufwand bei Kalksandsteinen aber das geht erstaunlich gut. Also Daumen hoch für die Art der UP Dosen….

Raspberry Pi als ‚Homeserver‘ am KNX

So ich habe mal wieder ein wenig gebastelt. Nachdem mein ‚alter‘ Raspi mit der Busware Erweiterung für KNX aus unerfindlichen Gründen nicht mehr funktioniert (wahrscheinlich ist der Busware TPUART gestorben) und ich keine unterstützung von Busware erhalten habe (Mails und Anrufe wurden leider nicht beantwortet). Habe ich mich mal nach alternativen umgesehen.

Durch zufall bin ich in einem Beitrag im KNX-Userforum auf die Siemens BCU 5WG1 117-2AB12 gestoßen. Also mal das Teil bestellt da der Raspi mit 3,3V Pegeln Arbeite kommt noch ein ADUM1201arz zwischen Raspi und BCU und damit ist die Hardware komplett.

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Das ganze kommt dann in ein REG Gehäuse. Die Platine des BCU ist von der Größe so das Sie genau in den Ausschnitt des REG gehäuses passt in das normalerweise die Scheibe reinkommt. Das ganze ist dann noch auf eine Lochrasterplatine gelötet worden und ins Gehäuse wurden 2 Löcher für die Stifte gebohrt wo die Busleitungsklemme aufgesteckt werden kann.

So sieht es dann aus wenns in der Verteilung hängt:
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Softwaretechnisch läuft Raspian als BS auf dem Raspi. Die Kommunikation mit dem BCU/KNX-Bus läuft mittels KNXD. Die Steuerung übernimmt FHEM und für die Weboberfläche werde ich mir mal Smartvisu anschauen.

Wenn ich mal etwas mehr luft habe werde ich noch ein ‚HowTo‘ machen wie man das alles installiert und auf was man achten muss.

Bastelaufwand ca. 2 Stunden.
Materialaufwand 105€
-Raspi,Netzteil,Gehäuse,SD-Card 69€
-BCU 29€
-ADUM1201,SOIC8 Platine 7€

Da die SD-Karten ja nicht beliebig oft beschrieben werden können bootet der Raspi von einem NFS-Share so das eigetlich nur das /boot verzeichnis von der SD-Karte verwendet wird und das kann man RO Mounten so das da eigentlich nix mehr kaputt gehen kann. Auch details dazu werde ich später nochmal schreiben.

Und für die Optik in der Verteilung wird später auch noch gesorgt werden. Möchte noch ein Display auf den Raspi Basteln mit dem man dann mittels touchscreen auch Aktionen auslösen kann. Solange man hier auf der Baustelle noch hantiert ist das sicherlich hilfreich.

Die Fußbodenheizung

So ich hab mal angefangen mit der Planung meiner Fußbodenheizung. Im Erdgeschoß müssen ca. 240qm Wohnfläche beheizt werden. Meine Wärmebedarfsrechnung hat knapp 10kw Heizlast für das EG ergeben. Das heisst ca. 40W/qm. Das ist mit einer Fußbodenheizung völlig Problemlos zu realisieren. Rechnerisch reicht ein Abstand von 20cm bei einer Vorlauftemperatur von 35Grad und einer Spreizung von 5 Grad kommt man bei einem 16x2er Rohr und einer Norminnentemperatur von 24Grad auf 37Watt.

Das ist die Worstcasesituation fürs Badezimmer …. Ich werde allerdings im Bad ein 5er Raster und im Rest vom Haus ein 10er Raster legen. So komme ich auf etwa 2500m Rohr für die Heizung. Man könnte hier wenn man auf einen 15er Abstand geht noch deutlich sparen. Ich habe aber evtl vor später mal eine Wärmepumpe einzubauen und da ist es einfach so das man mit einem kleineren Verlegeabstand mit der Vorlauftemperatur weiter runter kommt. Und ich habe nicht vor dann den Boden neu zu machen. Alternativ hat man dann halt höhere Kosten …

So und hier mal der erste Versuche das optimale Verlegmuster zu finden und die Länge der Rohre annähernd gleich hinzu bekommen.

Aufwand für die hübsch bunten Schlangen bisher etwa 1 Tag. Habs ein paar mal gemacht und im SZ bin ich noch nicht wirklich 100 Prozent glücklich. Aber ich hab ja noch den Innenputz vor mir bevor ich da loslege mit ….

heizungsauslegung

Das Bild wird wenn ich fertig bin durch das dann aktuelle getauscht.

KNX und die mehrkosten

Wie ich in meinen vorhergehenden Beiträgen schon geschrieben habe dachte ich am Anfang auch das KNX die Kosten der Elektrik ins unermessliche steigern. Besonders da die Aussagen von einigen Elektrikern was den mehraufwand der Installtion und die Investitionen in die ‚Technik‘ mit Preisen von > 20.000 Euro bezifferte.

Aufgrund dieser Aussagen habe ich, in Ermangelung des nötigen Kleingeldes, gedacht ich mache das ganze erst mal klassisch und bereite KNX nur vor.

Nun was die Aussagen der Elektriker von damals angeht kann ich aus heutiger Sicht sagen das die entweder keine Erfahrung mit KNX haben oder Dollarzeichen in den Augen hatten und dachten man kann da ordentlich bei verdienen.

Was nun die mehrkosten anbetrifft sehe ich das so, ich kann wenn ich will auch 100.000 Eure in KNX investieren das ist gar kein Problem. Aber das trifft auf alles zu ich kann auch in eine Küche 100.000 Euro stecken oder in ein Badezimmer. Aber wenn ich eine KNX Installation mit einer klassischen Elektroinstallatikon vergleiche dann gilt da das gleiche wie bei einer Küche oder einem Bad. Ich darf nicht Äpfel und Birnen vergleichen. Eine normale An/Aus Schaltung kostet in einer herkömmlichen Installtion je nach Schalterprogramm ca 15-20 Euro in KNX Installation ca. 30 Euro. Das hört sich jetzt erst mal dramatisch an sobald ich aber, und das ist heute vielfach Standard, eine Fußbodenheizung und Elektrische Rollos habe schaut das Thema schon wieder ganz anders aus.

Hier ein Beispiel, Grundlage ein Zimmer mit 5 Rollos, 2 Lampen, Fussbodenheizung (das entspricht dem Raum den ich aktuelle nutze)

Herkömmlich
1 x Temperaturregler für die FB-Heizung (EP 55€)
1 x Abdeckung (EP 8€)
5 x Schalter Rollos (EP 12€)
5 x Abdeckung (EP 6€)
2 x Schalter Licht (EP 5€)
2 x Abdeckung (EP 2€)
1 Rahmen 5 fach und 1 Rahmen 3 fach (EP 11€ / 7€)
In Summe macht das 195€.

Von der Optik bei so einer Schalterbatterie an der Wand will ich mal gar nicht reden. Hinzu kommt das man bei der Installation der Leitungen deutlich mehr auf wand treiben muss als bei EIB. Was die Stunde Elektriker kostet der da die Kabel zieht darf sich jeder selber ausrechnen. Ich berücksichte das hier mal nicht weil ich es selber mache …..

So nun das ganze als KNX Lösung

man nehme einen MDT Glastaster 8 Fach mit RaumTemperaturRegler (EP 125€)
einen MDT universal Aktor 16Fach (EP 250€ = 16€ je Kanal)

10 Kanäle für die Rollos,
2 Kanäle fürs Licht
1 Kanal für die Heizung
kosten 208€

Macht zusammen rund 333 €. In die Schalterdose wird einfach nur ein KNX Kabel gelegt. Der Rest verschwindet in der Verteilung.

Na und optisch schaut das ganze dann so aus

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Mehrkosten für das Zimmer rund 140€. Bei einem normalen Einfamilienhaus mit sagen wir mal 10 Zimmern kommen da rund 1500€ raus.

Was ich hier auch nicht nicht berücksichtigt habe ist der, bereits in dieser Ausbaustufe, hinzugekommene Luxus. Ich habe gegenüber der klassischen Installation bereits die Möglichkeit Szenen zu schalten (heisst z.B. ein Knopf macht die Rollos zu und schaltet das Licht an). Kann unterschiedliche Aktionen kombinieren. Z.B. Nachts die Temperatur absenken usw. Das ist alles bereits in dieser Lösung möglich. Wenn ich das klassisch machen will gehen auch hier die Kosten nochmal hoch !!!!

Der Taster hat noch weitere nette Spielerreihen. Er hat eine umlaufende Orientierungsbeleuchtung die Tag/Nacht spzifisch ein Ausschaltbar und helligkeitsgeregelt ist. Die Tasten sind Beleuchtbar und können abhängig vom Schaltzustand rot oder weiss leuchten oder blinken. Ich habs bei mir so gemacht das Zeitgesteuerte Aktionen (z.B. Treppenhauslicht) rot Blinken. Dauerhaftes an ist Rot aus ist weiss. So sieht man auf den ersten Blick was ist an und was muss ich ausschalten bzw was schaltet sich selber aus.

Es kommen dann natürlich noch mehrkosten da man einen größeren Verteiler braucht, knx eine Spannungsversorgung braucht (rund 250€) und evtl mal ein paar mehr Leitungen um später noch flexibler zu sein (das würd ich aber auch bei einer klassischen Installation machen). Ich habe alle Steckdosen bei mir Sternförmig in die Unterverteilung gelegt. So kann ich später einfach Steckdosen schalten wenn ich das möchte.

Ich habe auch alle Leitungen die Verlegt wurden in 5x 1,5mm² bzw 5x 2,5mm² verlegt so hat man immer Reserve in der Wand und die mehrkosten für ein 5 Adriges gegenüber einem 3 adrigen Kabel gehen bei den Baukosten unter (das hat aber nix mit KNX zu tun !!!).

So als kleiner Tip für die Weihnachtszeit, auch zu meinen Rollos liegen 5 Adrige Leitungen. Ich habe also in die Dose neben dem Rollokasten in dem der Rollmotor angeklemmt wurde gleich eine Steckdose eingebaut und diese mit der 5. Leitung verbunden. So kann man für die Weihnachtsbeleuchtung im Fenster gleich da reinstecken.

Ich behaupte mal alles in allem und mit vielleicht noch dem einen oder anderen Gimmick (Dimmer z.B.) liege ich bei einem Einfamilienhaus mit deutlich unter 5.000€ mehrkosten.

Wo die von mir gefragten Elektriker die mehrkosten von 20-30 tausend Euro hernehmen ist mir ein echtes Rätsel. Insbesondere da der Arbeitsaufwand bei der Installation deutlich nach unten geht. Und teuer ist ja heutzutage die Arbeitszeit und nicht mehr so das Material.

Und wer Zeit hat kann da immer mal wieder das eine oder andere Sonderangebot nutzen. Das schöne bei KNX ist ja das es ein herstellerübergreifender Standard ist und man Problemlos alle miteinander mischen kann. Ich habe aktuell Dimmer von Ling&Janke und von Merten, Bewegungsmelder von Gira, Merten und Schneider, Rolloaktoren von BMS und JME und Schalter Von B&J, Enertex, MDT und Gira im Einsatz.

Ausserdem steuere ich mittlerweile mit einem Raspi mit Busware-TPUART (zusammen ca. 100€) und Fhem das ganze auch noch von meinem Tablet / PC / Handy. Dazu später mehr.

Meine Resumee bisher, wer heute nicht KNX einbaut wird später teuer mit Nachrüstlösungen für den doppelten Preis bestraft. Und ‚Homeautomation‘ ist ja mittlerweile schwer im kommen …..

Haustechnik im Jahre 2015

Bisher habe ich was die Technik im Haus angeht ziemlich wenig geschrieben.

Das wird sich nun, beginnend mit diesem Beitrag, ändern.

Überlegungen was an Technik , im speziellen hier die Elektrik, Heizung und Lüftung, die in meinem Haus zum Einsatz kommen soll habe ich ja schon sehr früher angestellt (zum alten Beitrag). Im Laufe der Zeit hat sich aber immer mal wieder was neues ergeben. Heute kann ich sagen, und ich bin ja noch nicht mal Ansatzweise fertig mit dem Haus, das ich einige Sachen so nicht noch einmal machen würde. Ich habe mich im laufe der Rohbauphase nur halbherzig mit den Themen und vor allem Preisen für die Heizung und die Elektrik auseinander gesetzt. Bei einer ersten Anfrage bezüglich KNX für die Hauselektrik bekam ich mehrkosten im 5 stelligen Berreich genannt (20-30 tausend Euro mehrkosten). Das veranlasste mich damals in die Lehrrohre neben den KNX Leitungen auch noch normale NYM Leitungen zu legen. Heute würde ich das nicht mehr machen !!!

Im nächsten Beitrag werde ich konkret über meine Erfahrungen zum Thema KNX und der entsprechende Preisgestalltung kommen.

Fussbodenheizung Verlegeabstand

Heute war ich mal in Hallstadt in einem Bad Studio das mit Edlen Bädern wirbt.

Es gab ein nettes Gimmick das die machen ‚Spanndecken aus Kunstofffolie‘ wirklich eine Sache die man sich mal anschauen sollte.

Beim diskutieren sind wir dann bei der Fussbodenheizung gelandet und ich musste feststellen das auch hier nur die übliche Masche herscht. Dem Kunden wird von einem ‚Energiesparendem System‘ vorgeschwärmt. Wenn man dann aber auf die Details und die Physikalischen Grundgesetzte kommt dann erkennt man das Sie Ihr verkäuferwissen erzählen und den Kunden für Blöd verkaufen.

Ich habe gesagt das ich zukünftig evtl. eine Wärmepumpe einsetzten möchte und ich deshalb den Abstand der Rohre im Fussboden auf 10cm festlegen möchte um die Vorlauftemperatur runter zu bekommen. Ich musste mir dann erzählen lassen das es völlig wurscht ist wie weit die Rohre auseinander liegen denn eine Fussbodenheizung gibt immer 11w/m² ab. Ich habe denen dann versucht zu erklären das es nicht auf die Estrichstärke ankommt (die These von Ihnen war das Ihr superSystem mit nur 2cm Stärke viel mehr Energie abgibt als 6cm Standard Estrich) sondern auf die größe der Oberfläche der Rohre und die Vorlauftemperatur. Wurde dann aber mit völlig Schwachsinnigen Argumenten mehr oder weniger freundlich als ‚Depp‘ hingestellt.

Nun als Info für die Herren und für andere Bauherren denen es Ähnlich geht hier eine Tabelle die die Abhängigkeit der Rohrlänge je m² Fussbodenheizung zu Leistung und Temperatur.

Hier der Bericht dazu wenn man die Details nachlesen will Bericht